SGV-Geseke
 

 

Die Geschichte der Abteilung

Inhalte:

<1926 bis 1945> <1946 bis 1965> <1966 bis 1985> <1986 bis 1994> <1995 bis heute> <Vorstand>

 

Vorwort zum Wandern

Wenn Leben wandern heißt,

so heißt umgekehrt, wandern leben.

Im Existenzkampf kann man sich anstrengen,

sein Leben aber muss man Schritt für Schritt erwandern.

Nicht der Schlüssel für das Gaspedal ist der Schlüssel zur Freiheit sondern die Erkenntnis, dass der Mensch

ein Teil der Natur ist und ohne sie nicht leben kann. Es wäre eine Phrase, wenn man in diesem

Zusammenhang die Technik verurteilen würde, denn sie ist es, die mit ihren Errungenschaften den Menschen

mehr Freizeit gewährt. Die Aufgabe jedes Einzelnen von uns ist, die Freizeit richtig zu gestalten. Man darf

sich nicht in der Freizeit zum Sklaven seiner eigenen Freiheit machen. Wir dürfen nicht im Wandern ein

simples Fortbewegen sehen, sondern es muss als schöpferische Pause empfunden werden. Ich meine,

wandern und nicht marschieren. Aus diesem Grunde müssen wir, um die Natur richtig zu verstehen, 

mit offenen Augen wandern:  

Mit dem Auge des schönheitssuchenden Künstlers und mit dem Auge des nach Erkenntnis

strebenden Forschers, dann verstehen wir auch die Dichterworte: 

 

                                                          "Wandern heißt ein gutes Buch lesen

                                                            und mit den eigenen Füßen darin zu blättern."

                                                                                                                      Frisch auf!

 

1926 bis 1945

 

11.02.1926                 Erste Zusammenkunft von 17 interessierten Wanderfreunden zur Vorbesprechung zwecks

                                 Gründung eines Wandervereins im Lokal Böhmer in Geseke.

 


10.03.1926                 Einladung zur Gründungsversammlung der SGV-Abteilung Geseke durch den damaligen

                                 Postmeister Christian Burghardt. Die Ziele des Sauerländischen Gebirgsverein wurden

                                 erläutert und es fand ein einstimmiger Beschluss Gründung der Abteilung statt.

                                 Der Verein wurde von 28 anwesenden Damen und Herren gegründet.

                                 Die Versammlung wählte aus ihren Reihen den ersten Vorstand:

                                    1. Vorsitzender        Christian Burghardt
                                    Kassierer               Heinrich Kreggenwinkel
                                    Schriftführer            Fritz Pachtik

 

 

 

 

18.03.1926                Mit Schreiben des Hauptvereins wurde die Aufnahme der SGV-Abteilung Geseke bestätigt

                                und die Abteilung dem Bezirk Möhne zugeteilt.


1926 –1930               Beginn des Vereinslebens. Es wurden Wanderungen in der nähren Umgebung angeboten

                                und die Zahl der Vereinsmitglieder stieg erfreulich schnell an. An den Wanderungen

                                beteiligten sich im Durchschnitt 15 Wanderfreunde. Die Wandergebiete um Büren

                                und in Bereich von Lippstadt wurden mit der Bahn erreicht. Die Wanderpläne wurden

                                in den Geschäften Plass und Gärtner ausgehängt.


 

1931                              Neben verschiedenen Wanderungen fand in diesem Jahr die Jahreshauptversammlung

                                 des Bezirks Möhne in Geseke statt. Im Anschluss an eine Vormittagswanderung

                                 trafen sich die Delegierten im Hotel Kersting.                                                

 

1932                                                     In diesem Jahr wurde erstmals ein Herbstfest gefeiert, das sogenannte „Kartoffelbraten“.

 

 

 

24.01.1933                  Ausgabe der SGV-Satzung Ortsgruppe Geseke





 

28.07.1933                                      Ernennung des Wanderfreundes Wilhelm Karter zum Führer der SGV Abteilung Geseke

                                   durch den Reichsbund für Leibesübungen



 


1933                                                         Erstmals wurde ein gedruckter Wanderplan an die Mitglieder ausgegeben.
                                    Prolog dieses Wanderplans:

                                               Wonnig ist’s in Frühlingstagen

                                               nach dem Wanderstab zu greifen

                                               und den Blumenstrauß am Hute

                                               Gottes Garten zu durchstreifen.

 

                                                                (Webers Dreizehnlinden)

   

                                   In diesem ersten Wanderplan wurden zwanzig Wanderungen verzeichnet, 

                                   unter anderem eine 2-Tage-Wanderung zusammen mit der 

                                   SGV-Abteilung Lippstadt.

 


1934                         Innerhalb der Abteilung bestand über kurze Zeit eine Musikgruppe unter der Leitung

                                von Herrn Kalisch, und eine Gesangsgruppe unter der Leitung von Herrn Müller. Eine

                                freie und interne Vereinstätigkeit konnte wegen der herrschenden Politik nicht mehr wie

                                bisher durchgeführt werden. Auf eine Zusammen­arbeit mit der Deutschen Arbeitsfront

                                Abteilung „Kraft durch Freude“ wurde von Seiten der Politik mehrfach hingewiesen.

 

 

 

31.10.1934                     Unterzeichnung des Pachtvertrages für die sogenannte „Leinemanns Hütte“, 

                               die das erste offizielle Heim der SGV Abteilung Geseke wurde.                                 


 

 

 

 

18.11.1934                  Einweihung des SGV-Heims im Beisein von 300 Gästen; Hüttenwart wurde der

                                  Wanderfreund Gustav Knobbe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Einweihung der Leinemanns Hütte                                           

 

 

06.01.1935                    Eine 13 Punkte umfassende Hüttenordnung wurde an die Vereinsmit­glieder ausgegeben.

 

1935                             Neben verschiedenen Wanderungen und geselligen Veranstaltungen wurde auch ein

                                    Lichtbildervortrag für die Mitglieder angeboten.
                                    Erstmalige Teilnahme am Gebirgsfest des Gesamt-SGV in Berleburg.

 

 

1936                             Prolog zum Wanderplan 1936

 

                                          O wandern – o wandern, du freie Burschenlust

                                          Da wehet Gottes Odem frisch durch die Brust

                                          Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt;

                                          Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

 

                                                                               (Emanuel Geibel 1841)



                                     Nationalsozialismus und Gleichschaltung forderten ihren Tribut. Der Geseker Heimatverein

                                     wurde mit der Geseker Abteilung des Sauerländischen Gebirgsverein zwangsvereinigt

                                     und bewahrte nur aufgrund des gegenseitigen guten Einvernehmen der führenden Leute, 

                                     personifiziert durch den zweiten Vorsitzenden des SGV und späteren Heimatvereinsvorsitzenden

                                     Dr. Karl Nolte, sein Eigenleben. In diesem Jahr Teilnahme am Gebirgsfest in Wetter an der Ruhr.

 

16.02.1936                    Alle aktiven und passiven Mitglieder mussten dem Deutschen Reichs­bund für Leibesübungen

                                    gemeldet werden. Auf dem nächsten Bild ist eine der damaligen Erfassungskarten abgebildet.


 

   

 

1937                         Es fanden ein Werbeabend und eine Nikolausfeier im Hotel Kersting statt.


1938                         Im Wanderbericht sind nur Halbtageswanderungen mit 144 Teilnehmern angegeben,

                                sowie die Teilnahme am Gebirgsfest in Remscheid.

 

 

 

1939 – 1945               Aus den Kriegsjahren fehlen alle Unterlagen, die von einer Vereinstätigkeit berichten.

                                Einziger Beleg der Vereinstätigkeit ist ein Wimpelband vom Gebirgsfest

                                des Gesamt-SGV in Siegen.

 

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